Darmreinigung - was muss beachtet werden?

Wie du deinen Darm etwas Gutes tust

Verdauungsbeschwerden, Energielosigkeit, Kopfschmerzen oder allgemeines Unwohlsein sind nur einige Beschwerden, die durch eine gestörte Darmflora auftreten können. Ursachen für eine gestörte Darmflora sind zum Beispiel Magen-Darm-Erkrankungen, einseitige Ernährung oder eine Antibiotika-Therapie, die dafür sorgen, dass sich die Zusammensetzung der Bewohner im Darm verändert (sog. Dysbiose). Daher ist es empfehlenswert, in regelmäßigen Abständen (ca. 1 – 2 x jährlich) eine Darmreinigung durchzuführen. Die Dauer der Darmreinigung richtet sich in erster Linie nach Alter, Lebensstil, körperlicher Verfassung und Schweregrad der Beschwerden. Als durchschnittlicher Richtwert ist eine Dauer von mindestens 4-8 Wochen, einhergehend mit einer Ernährungsumstellung.

 

Wie ernähre ich mich während der Darmreinigung richtig?

Die Ernährung beeinflusst unseren Darm wesentlich. Daher sollte man generell maximal 3 Mahlzeiten täglich zu sich nehmen und auf Zwischenmahlzeiten verzichten. Die längeren Pausen zwischen den Mahlzeiten entlasten den Organismus, v.a. die Bauchspeicheldrüse und geben dem Darm Zeit „richtig“ zu verdauen und die dabei gewonnenen Nährstoffe aufzunehmen. Zusätzlich VIEL Wasser und ungesüßte Tees trinken. Bewegung beeinflusst den Darm ebenso positiv: Am besten morgens nüchtern (und so oft wie möglich)! Schnelles Gehen und intensive Hausarbeit zählen auch. Während einer „Darm-Kur“ wird dem Darm und seinen Bewohnern extra viel Aufmerksamkeit zu Teil und dadurch auch das Immunsystem und die Psyche gestärkt.

Verzichtet bzw. stark eingeschränkt werden sollen:

  • Rotes Fleisch
  • Sämtliche raffinierte Getreide und daraus erzeugte Produkte (Brot, Nudeln, …)
  • Hülsenfrüchte (auch Soja + Erdnüsse)
  • Milch und Milchprodukte
  • Stark verarbeitete Pflanzenöle aus Sonnenblume, Mais, …
  • Raffinierter Zucker
  • Alkohol, Zigaretten
  • Wer zusätzlich abnehmen möchte: stärkehaltige Lebensmittel (Kartoffeln, Reis, …)

 

Das sollte während der Darmreinigung gegessen werden

  • Gemüse in allen Varianten, so vielfältig und bunt, wie möglich
  • Obst, v.a Beeren (auch TK!)
  • Gutes Fett (Kokosöl, Olivenöl, Avocado, Ghee, Leinöl, …)
  • Kräuter & Gewürze
  • Pilze
  • Samen und Nüsse

 

Eine Darmreinigung sollte mindestens 4 Wochen, besser wären 8 Wochen, dauern. Die Zeitspanne ist nötig, um sich leidige Ernährungsgewohnheiten abzugewöhnen und nach absolvierter Kur nicht so schnell wieder in alte Muster zu verfallen. Neben der richtigen Ernährung, der Flüssigkeitszufuhr und der Bewegung ist es besonders wichtig, dem Körper wichtige Mikronährstoffe zuzuführen, die den Darm in seiner Regeneration optimal unterstützen.

 

Unterstützung durch Mikronährstoffe

Eine Darmreinigung kann durch eine Vielzahl an Mikronährstoffen begleitet werden. Die wichtigsten Mikronährstoffe während dieser Zeit sind:

 

L-Glutamin

Vielleicht kennst du L-Glutamin aus dem Sport, denn es ist die wichtigste Aminosäure für den Muskelaufbau und wird in Fitnessstudios oft als Shake oder Pulver angeboten. Doch auch unser Darm profitiert enorm von L-Glutamin, da es dabei hilft, Darmzellen aufzubauen und die Darmschleimhaut zu reparieren. Natürliche Quellen für L-Glutamin sind Knochenbrühen, Weidefleisch, Chinakohl, Spinat, Petersilie und auch Linsen oder Bohnen.

 

Darmbakterien-Präparat

Darmbakterien sind definiert als lebende Mikroorganismen, die auch noch nach der einsetzenden Verdauung im Dünndarm in ausreichender Anzahl vorhanden sind, um im Dickdarm eine gesundheitsfördernde Wirkung ausüben zu können, die durch normale Ernährung nicht erreicht werden kann

Voraussetzungen:

  • resistent gegen Säure (im Magen) und Galle
  • dürfen nicht toxisch sein
  • müssen unter anaeroben Bedingungen (ohne Sauerstoff) wachsen

 

Milchsäurebakterien beeinflussen das Milieu im Darm und hemmen so krankmachende Bakterien oder töten sie ab. Weiters stärken sie das Immunsystem und verbessern die Barrierewirkung der DarmschleimhautBei der Einnahme von Darmbakterien-Präparaten ist die Verschiedenheit der Bakterienstämme und die Anzahl der Bakterien entscheidend.