Muskelkater: Was hilft dagegen?

Jeder kennt die Erschöpfungszustände nach zu intensiver Aktivität oder einer langen Trainingspause. Der Muskelkater begleitet viele auf nicht gerade sanften Pfoten. Was du tun kannst und was wirklich hilft, erfährst du jetzt.


Themenüberblick:

  • Was ist ein Muskelkater?
  • Was hilft gegen Muskelkater? – 5 Tipps für dich
  • Woher kommt das Wort Muskelkater?

 

Was versteht man unter Muskelkater?

Ein Muskelkater entsteht, wenn du deine Muskeln über einen längeren Zeitraum nicht beanspruchst. Vor allem die erste längere sportliche Aktivität nach der Winterpause kann zu unangenehmen Schmerzen und Verspannungen führen und dich im Alltag in deinen Bewegungen einschränken.  Die Schmerzen entstehen durch winzige feine Muskelfaserrisse, neueste Erkenntnisse der Wissenschaft gehen davon aus, dass die Faszien dabei eine Rolle bei der Schmerzentstehung spielen. Dort sitzen auch eine Vielzahl an Schmerzrezeptoren (=eine Zelle, die im Köper auf Schmerzen reagiert und diese Information an dein Gehirn weiterleitet).

Was hilft gegen Muskelkater? – 5 Tipps für dich

 

1. Sanfte Mobilisation mit der Faszienrolle

Die Verspannungen kannst du durch sanfte Mobilisation mit der Faszienrolle lösen. Dies verschafft Linderung und beschleunigt die Regeneration.

2. Ruhepause gönnen

Schmerzen deine Muskeln nach zu viel Sport, dann gönn dir eine Ruhepause. Weiteres Training im Anschluss kann kontraproduktiv wirken. Der Trainingsreiz kann zwar den Muskel zu weiterem Wachstum anregen, arbeitet der Muskel aber ständig auf Hochtouren, kann der Muskelkater umso heftiger ausfallen und den Erfolg stark bremsen. Ein Muskelkater ist eine Verletzung, die auskuriert werden muss.

 3. Magnesium

Magnesium bringst du sicher mit einem normalen Muskelhaushalt in Verbindung. Vor allem, wenn du viel Sport betreibst, verliert dein Körper durch die Schweißproduktion Magnesium. Hinzu kommt, dass intensiver Sport deinen Körper unter Stress versetzen kann und du zusätzlich Magnesium über den Urin ausscheidest. Magnesium spielt bei der Regeneration nach einer starken Muskelbelastung eine wichtige Rolle. Der Mineralstoff kann deine gesunden Muskelfunktionen optimal unterstützen und ist wesentlich für deinen Energiestoffwechsel. Weiters trägt Magnesium zu einem ausgewogenen Elektrolytgleichgewicht bei. Deshalb kann eine Zufuhr von Magnesium zum Erhalt deiner Speicher sinnvoll sein, vor allem bei einseitiger Ernährung.

4. Abwechslungsreiches Training

Einseitiges Training sollte vermieden werden. Wer beispielsweise über einen längeren Zeitraum nur am Laufband trainiert, darf sich nicht wundern, wenn nach einer Joggingtour durch hügeliges Geländer trotzdem die Beine schmerzen. Abwechslungsreiches Training ist wichtig. Binde alle Muskelpartien in dein Training ein. Ein Trainingstagebuch kann dir bei deinem Erfolg helfen. Trage hier deine Muskelkater-Tage ein und du wirst schnell merken, welches Training dir guttut und wo du einen Gang zurückschalten solltest.

5. Durchblutung anregen

Um die beschädigten Muskelfasern zu heilen, ist eine gut durchblutete Muskulatur wichtig. Das gelingt am besten durch kalte Umschläge oder Wechselbäder (sogenanntes „Kneippen“). Dabei werden die Muskelfasern entspannt und können sich schnell erholen. Auch einfache Schaum- oder Entspannungsbäder helfen den Muskelkater zu lindern, da die Muskeln so gleichzeitig durchblutet und entspannt werden.

 

Woher kommt das Wort Muskelkater?

Die Wortherkunft von Muskelkater hat natürlich nichts mit dem Stubentiger zu tun. Das Wort „Kater“ lässt sich von Katarrh ableiten und bedeutet soviel wie eine Entzündung der Schleimhäute, häufig der Atemwege. Also im engeren Sinne kann man von „kränkelnden“ Muskeln sprechen.

Tipps gegen Muskelkater