Was tun bei Sonnenallergie?

Leidest du bei starker Sonneneinstrahlung unter Ausschlägen mit Bläschenbildung, Hautrötungen und Juckreiz? Dann hast du es womöglich mit einer Sonnenallergie zu tun. Wie du solchen Hautreaktionen vorbeugen kannst und welche Nährstoffe helfen, erfährst du hier.

 

Was ist eine Sonnenallergie?

Eine echte Sonnenallergie gibt es nicht. Dabei handelt es sich eigentlich nicht um eine normale allergische Reaktion (also um eine Bildung von Antikörpern), sondern um eine Überreaktion der Haut auf das Sonnenlicht. Vor allem bei Menschen mit sehr heller Haut kommt es zu heftig juckenden Pusteln. Am stärksten ist die Reaktion nach dem Winter, wenn die Haut noch nicht an das Sonnenlicht gewöhnt ist. Meist sind die gleichen Körperstellen betroffen, etwa der Halsbereich, Hände oder Knie. Etwa 1/5 der österreichischen Bevölkerung ist davon betroffen.

 

Ursachen einer Sonnenallergie

Eine Sonnenallergie kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden.

  • Empfindliche Haut ist generell anfälliger für intensive Sonnenbestrahlung.
  • Auch junge und sehr hellhäutige Frauen sind eher betroffen.
  • Immer wieder werden Zusammenhänge zwischen dem Auftreten einer polymorphen Lichtdermatose und der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln wie der „Pille“ diskutiert.
  • Die Anwendung von fetthaltigen Körpercremen und Sonnenschutzmitteln (z.B. speziell für trockene Haut) sowie Bräunungsölen kann eine Sonnenallergie auslösen oder verstärken.
  • Auch parfümhaltige Körperpflege kann unangenehme Pusteln und Juckreiz auslösen.
  • Viele Medikamente, manche auch bei kurzfristiger Anwendung, machen die Haut sonnenempfindlicher. Schreib‘ dir deine Medikamente zusammen und lasse dich in der Apotheke dazu beraten.

 

Was sind die Symptome?

90 % aller sonnenbedingten Hautkrankheiten lassen sich auf eine polymorphe Lichtdermatose zurückführen. Diese Allergieform tritt vor allem im Frühjahr auf.

  • Polymorphe Lichtdermatose: Rund 1/5 aller Österreicher leidet an dieser Form der Sonnenallergie (Hautallergie), die etwa ein bis zwei Tage nach dem Sonnenbad auftritt. Besonders betroffen sind junge, hellhäutige Frauen.
  • Mallorca-Akne: Hierbei handelt es sich um keine Sonnenallergie, sondern um eine Hautreaktion, die einige Tage nach intensivem Sonnenbad auftritt. Symptome sind Juckreiz, Hitzepickel, Knötchen und Pusteln. Betroffen sind in erster Linie junge Menschen mit fettiger Haut. Es sollte fettfreier Sonnenschutz verwendet werden.

 

Was hilft gegen Sonnenallergie?

Ein einziges Sonnenbad reicht oft schon aus, um die Haut zu reizen. Sind der Juckreiz, die Pusteln und der Ausschlag schon da, sollte die Sonnenexposition möglichst vermieden werden. Also, T-Shirt tragen und intensive Bestrahlung vermeiden.

 

Tipps zur Regeneration der Haut

  • Kurzfristig ein juckreizstillendes Gel aus der Apotheke auftragen
  • Auch Lavendelöl kann den Juckreiz reduzieren
  • Vitamin E hilft der Haut, sich zu regenerieren. Enthalten in Avocados, Nüssen und pflanzlichen Ölen.
  • Topfen/Quark oder Joghurt kühlt die Haut.
  • Essigsaure Tonerde als Gel aufgetragen nimmt die Rötungen und den Juckreiz
  • Gurke pürieren und auf die betroffenen Stellen auftragen
  • Aloe Vera kann als Gel direkt auf die Haut aufgetragen werden

Weitere Tipps, wie du deine Haut im Sommer trotz viel Sonne geschmeidig halten kannst, findest du in unserem Blogbeitrag Sonnenbaden ohne Reue – 5 Tipps für deine gepflegte Haut im Sommer.

 

Sonnengeheimnisse

Kann man sich mit einem Solarium-Besuch auf den Sommer vorbereiten? Wie lange kann ich eine Sonnencreme überhaupt verwenden? Hier findest du einige Antworten auf Fragen, die du dir im Zusammenhang mit der Sonne vielleicht schon einmal gestellt hast.

 

1. Mikronährstoffe

  • Calcium in Kombination mit Vitamin D: Laut Aussage von Hautärzten kann man sich gegen Sonnenallergie schützen, wenn man etwa vier bis fünf Wochen vor dem Urlaub Calcium zu sich nimmt. Wichtig dabei ist Vitamin D, denn dadurch kann Calcium länger im Körper gespeichert werden.
  • Beta-Carotin und Astaxanthin zählen zu den Carotinoiden und sind gute Radikalfänger. Sie verbessern die antioxidativen Schutzsysteme, insbesondere der Haut. Wichtig ist, einige Wochen vor intensiver Sonnenexposition mit der regelmäßigen Einnahme zu beginnen. Tipp: Diese pflanzlichen orange-roten Farbstoffe sind auch in Lebensmitteln wie Karotten, Tomaten oder Paprika enthalten.

2. Sonnencreme

  • Sonnencreme aus dem vorigen Sommer kann eventuell an Frühlingstagen noch verwendet werden, vorausgesetzt, sie wurde kühl aufbewahrt. Die Tube vom heißen Strandurlaub oder im Auto gelagert sollte man ersetzen, denn durch Hitze und mit der Zeit wird der chemische Lichtschutzfaktor aber wirkungslos.
  • Übrigens: Sonnencreme sollte gleichmäßig und dick aufgetragen werden. Nach dem Schwimmen oder bei längerem Aufenthalt in der Sonne sowie bei starkem Schwitzen sollte regelmäßig nachgecremt werden. Bei allergischer Haut empfehlen sich parfümfreie Spezialprodukte auf Gelbasis oder leichte Lotionen.

3. Auf Parfüm verzichten

  • Oft vertragen die sensiblen Duftstoffe in den Parfüms kein Sonnenlicht. Allergische Reaktionen und/oder Pigmentflecken können die Folge sein.

4. Intensive Sonnenbestrahlung meiden

  • In der Mittagszeit heißt es: raus aus der Sonne! Ist die Sonnenallergie schon da, die Hautstellen nicht dem direkten Sonnenlicht aussetzen.

5. Gewöhnung

  • Vom Büro in den Urlaub und direkt an den Strand – kein Wunder, wenn da die Haut nicht mitspielt. Besser: langsam an die Sonne gewöhnen und zu Beginn Schattenpausen einlegen.

6. Solarium

  • Die Strahlen (vorwiegend UV-Strahlen vom Typ A) bräunen zwar die Haut, fördern aber nicht deren Eigenschutzzeit.

 7. Hauttyp

  • Gehörst du zu denn dunklen Hauttypen? Dann creme dich trotzdem ein, auch wenn du eine längere Eigenschutzzeit (etwa 20 bis 30 Minuten) als hellere Hauttypen hast.

8. Wolkentage

  • Trotz eines bewölkten Tages gelangen rund 90 Prozent der UV-Strahlung der Sonne auf deine Haut. Das bedeutet, dass man auch an bewölkten Tagen einen Sonnenbrand bekommen kann.
Zitrusfrüchte auf gelbem Untergrund