Work-Life-Balance Tipps

Konzentrationsfähigkeit und innere Ausgeglichenheit sind gute Bausteine im Leben. Wer beruflich beansprucht ist, Verantwortung trägt, vielleicht auch ein Team leitet und mitunter Stress hat, der braucht starke Nerven. Eine alte Weisheit besagt: In der Ruhe liegt die Kraft. Doch zwischen Büro und Freizeit ausreichend Ruhe und Schlaf zu finden, ist manchmal eine echte Herausforderung.

Wir wollen euch hier einen Überblick über die Möglichkeiten geben, eine solche Work-Life-Balance zu finden. Diese Balance bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Es gilt daher, ein individuell abgestimmtes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden.

Im Beruf:

Wir verbringen viel Zeit in unserem Job. Um dort nicht ständig auf dem höchsten Stresslevel zu arbeiten empfiehlt es sich, einige Punkte zu beachten.

  • Nein sagen: Manchmal hilft es, höflich, aber bestimmt, auch einmal nein zu sagen, wenn zu viele Aufgaben auf dich einprasseln. Eins nach dem anderen sollte das Motto sein.
  • Delegieren: Wenn es möglich ist, kannst du die eine oder andere Aufgabe auch delegieren. Viele neigen dazu, alles selbst erledigen zu wollen. So beginnt sich die Stressspirale zu drehen.
  • Effektivität: Eine To-Do-Liste hilft, die Aufgaben nach Priorität zu sortieren und das Wichtigste zuerst zu erledigen. Manches kann auch auf den nächsten Tag verschoben werden.
  • Analyse: Produktiv zu sein heißt nicht, zwölf Stunden am Tag zu arbeiten. Im Gegenteil: Es gibt bereits Unternehmen, die eine 30 Stunden-Woche haben und deren Mitarbeiter äußerst produktiv sind. Also analysiere deine Arbeitssituation und besprich dann alles mit deinem Chef.
  • Zeitmanagement: Leidenschaft im Beruf ist in Ordnung, ein richtiges Zeitmanagement hilft allerdings, die anfallende Arbeit gut zu erledigen. Man muss dabei nicht jeden Handgriff mögen.
  • Gleichgewicht: Zum beruflichen Gleichgewicht gehört es auch, täglich seine fixen Stunden mit einem regelmäßigen zeitlichen Arbeitsschluss zu haben. So entkommt man den Überstunden, die einen stressen und oft auch gar nicht notwendig sind.


Im Privaten:

  • Arbeit und Freizeit zu trennen ist für viele Menschen schwer. Nicht jeder kann sofort abschalten, wenn er die Bürotür hinter sich zumacht. Du solltest auf keinen Fall Arbeit mit nach Hause nehmen. Diensthandy ausschalten. Jetzt ist Feierabend!
  • Sport zu treiben hilft oft sehr, abzuschalten und zugleich einige Glückshormone auszuschütten. Es kommt natürlich auf die Sportart und die Intensität an. Such dir auf jeden Fall eine Aktivität, die dir Spaß macht.
  • Sich zu entspannen ist nach einem harten Arbeitstag gar nicht so leicht. Versuche es einmal mit Lesen oder einem Spaziergang. Oder genieße den Abend auf dem Balkon und lasse deinen Gedanken freien Lauf.
  • Soziale Kontakte sind sehr wichtig. Mit Freunden etwas zu unternehmen, sich auszutauschen und die gemeinsamen Erlebnisse im Nachhinein Revue passieren zu lassen, hilft der Psyche.
  • Ordnung halten hilft auch, das innere Gleichgewicht zu finden. Wenn Chaos in der Wohnung herrscht, kann das zur Unausgeglichenheit führen. Am besten ist es, mit dem Aufräumen nicht erst bis zum Wochenende zu warten. Dann hat man mehr Freizeit.


Weitere Work-Life-Balance Tipps:

Wenn Stress allerdings zur Regel wird, sollte man sich Veränderungen überlegen. Sonst kann Erschöpfung oder Burn Out drohen.

  • Jobwechsel: Wenn die Arbeitsbedingungen im Unternehmen keine Verbesserung versprechen ist es oft ratsam, den Arbeitsplatz zu wechseln oder sich gleich beruflich zu verändern oder sich weiterzubilden.
  • Teilzeit: Sollte es sich finanziell machen lassen, ist auch eine Reduzierung der Arbeitsstunden in Erwägung zu ziehen. Viele Unternehmen bieten inzwischen unterschiedliche Arbeitszeitmodelle an.
  • Homeoffice: Wer die Möglichkeit dazu hat, kann auch zu Hause arbeiten. Zumindest an einigen Tagen pro Woche oder pro Monat. Das sollte natürlich mit dem Arbeitgeber genau abgesprochen werden.
  • Auszeit: In der modernen Arbeitswelt gibt es inzwischen auch einige Auszeitmodelle. Etwa das Sabbatical, das eine zeitlich begrenzte, unbezahlte Auszeit vom Job im Ausmaß von drei bis zwölf Monaten ermöglicht. Im Sabbatical kann man sich weiterbilden, sich mehr Zeit für die Familie nehmen oder einfach nur entspannen. Ein weiteres Modell ist die Bildungskarenz, die immer an eine Weiterbildung im Ausmaß von 20 Wochenstunden gebunden ist. Es gibt keine Lohnfortzahlung des Arbeitsgebers, aber ein Weiterbildungsgeld vom AMS.

 

Ernährung und Work-Life-Balance:

Müde? Erschöpft? Unkonzentriert? Um in Balance zu bleiben, ist auch die richtige Ernährung von Bedeutung. Dabei geht es nicht um irgendwelche Diäten, sondern um eine ausgewogene Ernährung, die das persönliche Wohlempfinden steigert. Gerade während der Arbeitszeit ernähren sich viele Menschen eher ungesund.

Einige Vorschläge:

  • Für die Mittagspause kann man sich zum Beispiel zuhause einen gesunden Salat zubereiten. Eventuell auch schon am Vorabend, dann hat man am Morgen keinen Stress.
  • Am Wochenende größere Portionen zubereiten und einfrieren. Dann lassen sich Suppen und Co in der Mikrowelle im Büro aufwärmen.
  • Belegtes Vollkornbrot oder Gemüsesticks mit Dips mit ins Büro nehmen. Vor allem gut geeignet in der warmen Jahreszeit.
  • Obst, Gemüse und Fleisch (vor allem Geflügel) sollten sich die Waage halten. Von allem ein bisschen, außer man ist Veganer oder Vegetarier.
  • Power-Riegel oder Müsli-Riegel sind sättigend und können tagsüber gut verzehrt werden. Dazu genügend Wasser trinken.
  • Mikronährstoffe als Alternative: Mikronährstoffe sorgen für die biochemische Balance im Körper und können ergänzend zur gesunden Ernährung eingenommen werden. Das Gute daran: Sie lassen sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren. Die ausreichende Versorgung mit essenziellen Mikronährstoffen (Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen) schützt und stärkt auf ganzer Linie. Es fällt leichter, abends zu entspannen, erholsamen Schlaf zu finden, aber auch morgens schwungvoll und voller Lebensfreude in den Tag zu starten.

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