Anti-Aging: Mit diesen Tipps hältst du deine Haut gesund

Kannst du dir vorstellen, ewig zu leben? Ein Traum, den Wissenschaftler seit langem vor Augen haben. Doch ehrlich gesagt, kann man sich ein ewiges Leben in der Realität kaum vorstellen. Und wäre das überhaupt so erstrebenswert? Doch gesund alt zu werden, das ist der Wunsch eines jeden. Dabei gilt es, einiges zu beachten. Wie heißt ein Sprichwort: „Jeder will alt werden, doch keiner will alt sein oder alt ausschauen.“

Nun, „Anti Aging“ ist ja schon lange ein Trend, den sich Wissenschaft, Kosmetikindustrie und Sport zunutze machen. Doch können so manche Versprechen überhaupt gehalten werden? Was passiert denn eigentlich beim Altern? Und gibt es so etwas wie „Anti Aging“ überhaupt? Wollen wir das Altern tatsächlich verhindern? Fragen, auf die wir in unserem Blog Antworten suchten und meist auch gefunden haben.

Warum altern wir?

Man kann zwar gesund altern, aber nicht ewig leben. Der Alterungsprozess ist vor allem durch 3 Aspekte gekennzeichnet:

  1. Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit
  2. Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit
  3. Zunahme von Funktionsstörungen und Erkrankungen

Das führt letztendlich zu einer vermehrten Zellschädigung und einer reduzierten Zellerneuerung sowie einer zunehmenden Störung von Stoffwechselaktivitäten und Organfunktionen. Die Altersforschung geht von mehreren Faktoren aus, die dabei eine wichtige Rolle spielen.

  • Genetische Komponente

Studien haben ergeben, dass unsere Lebenserwartung in etwa zu 30% von unseren Genen abhängt. Hier wird noch einiges an Forschung nötig sein. Langlebigkeit ist ein vererbbares Merkmal, d.h. wenn du in deiner Familie Angehörige hast, die sehr alt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das auch andere Familienmitglieder genetisch programmiert haben. Darüber ist man sich jedenfalls sicher.

  • Lebensstil und Umwelteinflüsse

diese Komponente ist am besten beeinflussbar und somit kann hier jeder einzelne Mensch viel gegen ein zu rasches Altern tun. Bis zu 70% entscheiden Lebensstilfaktoren über unsere Lebenserwartung. Man spricht hier von epigenetischer Programmierung, d.h. vereinfacht gesagt, dass unsere Lebensweise und Denkweise sehr wohl auch Einfluss auf unsere Gene haben. Es ist also nicht alles in Stein gemeißelt, wie man lange gedacht hat.

  • Biochemische Abnutzung im Körper selbst

Das biochemische Altern ist ein körpereigener Prozess, bei dem freie Radikale die wesentliche Rolle spielen. Denn sie entstehen permanent als Abfallprodukte des Stoffwechsels und haben eine zellschädigende Wirkung, was sich natürlich auf die Lebensdauer von Zellen auswirkt.

  • Hormonelle Komponente

Im Laufe des Lebens sinkt auch die Bildung verschiedener körpereigener Hormone kontinuierlich, was als eine wesentliche Ursache des Alterns angesehen wird. Mit dem Abfall der Sexualhormone, Wachstumshormone, DHEA und Melatonin steigt unsere Sterbewahrscheinlichkeit.

Unser Lebensstil ist also ein Faktor, den wir sehr gut beeinflussen können. Wer viel raucht und Alkohol trinkt, keinen Sport treibt und sich ungesund ernährt, wird sein Leben wohl verkürzen (auch wenn es immer Ausnahmen gibt). Aber auch Umwelteinflüsse, wie permanenter Lärm oder Umweltverschmutzung haben Einfluss auf unser Lebensalter. Wer ein hohes Alter erreichen will, braucht aber auch die richtigen Gene. Laut Wissenschaft handelt es sich dabei um eine Kooperation verschiedener Gene. Das bedeutendste davon ist das sogenannte Methusalem-Gen (wissenschaftlich: FOXO3-Gen).

Erinnern wir uns etwa an den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt, der 96 Jahre alte wurde, obwohl er Kettenraucher war.
Altersforscher haben herausgefunden, dass Chromosomen eine wichtige Rolle spielen. In den Chromosomen sind unsere Erbinformationen gespeichert. Und die Anzahl der Chromosomen verdoppelt sich bei jeder Teilung einer Zelle. Allerdings gibt es auch einen Nachteil: Bei jeder Zellteilung werden die Enden der Chromosomen (Telomere) kürzer. Und das geht solange dahin, bis sich die Zellen nicht mehr teilen können. Das so berechnete Lebenslimit liegt bei 120 Jahren (nach seinem Entdecker Hayflick-Grenze benannt). Und in der Tat: Nur einmal bisher wurde ein Mensch älter, nämlich die Französin Jeanne Clement mit 122 Jahren.

Einflussfaktoren auf unsere Telomerlänge

  • Ausreichende Versorgung an Mineralstoffen und Vitaminen
  • Regelmäßige körperliche Aktivität und Bewegung
  • Vermeidung von chronischem psychischem Stress, beginnend im Kindesalter
  • Gesunde und vollwertige Ernährung
  • Vermeidung von Übergewicht
  • Günstiger antioxidativer Status
  • Verzicht aufs Rauchen

Stress und Altern

Eines gleich vorweg: Stress wirkt sich negativ auf das Altern aus. Doch der sehr häufig verwendete Begriff „Stress“ beinhaltet nicht nur Faktoren, die die Entstehung psychischer und körperlicher Anspannung fördern, sondern alle möglichen Stressfaktoren, die langfristig auf den Körper und unsere Zellen negativen Einfluss haben.

Klassische Stressfaktoren

  • voller Terminkalender inkl. hohem Leistungsdruck
  • zu wenige oder gar keine Auszeiten (Erholung)
  • Multitasking
  • Ständig erreichbar zu sein
  • zu hoher Anspruch an sich selbst („Es geht noch mehr!“)
  • Probleme/Ungereimtheiten in Schule, am Arbeitsplatz oder in der Familie/Beziehung
  • Sorgen, Zukunftsängste oder generelle Unzufriedenheit
  • Beruf und Familie lassen sich schwer unter einen Hut kriegen
  • Krankheit
  • ungesunde Ernährung
  • Rauchen und Alkohol
  • Bewegungsmangel bzw. Leistungssport
  • diverse Arzneimittel
  • UV-Strahlen
  • Lärm
  • Umweltgifte, wie Schwermetalle, Lösungsmittel, Weichmacher, etc.

Hierbei kommt es im Körper einerseits wieder vermehrt zur Bildung freier Radikale, was zellschädigend ist. Andererseits wird bei ständigem Stress extrem viel Energie verbraucht. Das ermöglicht unser Stresshormon Cortisol. Doch langfristig schädigt bzw. überfordert auch das unsere Zellen, genauer gesagt unsere Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle, die für die Energiebereitstellung zuständig sind. Je weniger Energie wir haben, desto rascher altern unsere Zellen. Auch unsere Hormonproduktion sinkt durch Stress. Es entsteht mehr viszerales Bauchfett, gefolgt von Entzündungen und der Teufelskreis beginnt. Wer ständig unter Stress steht, hat also nicht nur ein höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, sondern fördert letztlich auch Alterungsprozesse.

Schon mal von Autophagie gehört?

Unter Autophagie (wörtlich: Selbstverdauung) versteht man einen Selbstreinigungs- und Recyclingprozess der Zellen. Dieser Prozess wird beim Fasten aktiviert und ebenso durch bestimmte Substanzen, wie beispielsweise Spermidin. Dieser körpereigene Stoff wird einerseits vom Körper selbst gebildet, andererseits kann es auch durch bestimmte Lebensmittel zugeführt werden. Lies‘ dazu unseren Blogbeitrag "Intervallfasten".

Was passiert mit der Haut beim Altern?

Alterungsprozesse wirkt sich grundsätzlich auf alle Körperfunktionen und Organe aus. Sehr deutlich zu erkennen, sind sie aber an der Haut. Bereits ab einem Alter von 20 Jahren wird die Haut weniger elastisch. Das liegt daran, dass die Zellerneuerung langsamer vor sich geht. Mit zunehmendem Alter kommen dann Falten, Altersflecken, Muttermale und andere Pigmentvariationen dazu.

Was noch auffällt ist, dass durch die dünner werdende Haut die Blutgefäße deutlicher zu sehen sind. Dünner wird sie deshalb, weil die Haut im Alter weniger Wasser speichern kann. Außerdem werden die Blutgefäße weniger mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Gerade Umweltfaktoren, wie zu starke Sonneneinstrahlung und dein Lebensstil beschleunigen die Hautalterung, begünstigen die Entstehung von freien Radikalen und fördern den Abbau von Kollagen.
In jüngeren Jahren erneuert sich die Epidermis (Oberhaut) alle 27 Tage. Etwa ab einem Alter von 60 Jahren dauert dieser Vorgang bereits 60 bis 70 Tage. Sie wird zudem an der Oberfläche horniger.

Anti-Aging Tipps für strahlend glatte Haut

  • Vermeide zu viel Sonne – UV-Strahlen sind Gift für deine Haut!
  • Nicht rauchen
  • Wenig bis gar keinen Alkohol
  • Viel Sport und viel frische Luft
  • Kein Stress
  • Gesunde Ernährung
  • Viel Schlaf
  • Hautpflege

Was bewirken Anti-Aging-Hautcremes?

In erster Linie sollen spezielle Anti Aging-Cremes Falten verhindern oder beseitigen. Doch das ist lediglich ein Wunschtraum! Sie beinhalten jedoch meist Inhaltsstoffe, die die Hautalterung zumindest verzögern und erste Alterserscheinungen abmildern. Die Aufrechterhaltung der Elastizität und Spannkraft und ebenso der Feuchtigkeitsgehalt der Haut sollen ebenfalls gewährleistet werden. Viele der Cremes beinhalten daher Feuchthaltefaktoren wie Hyaluronsäure, Retinol, Glycerin, Urea, Milchsäure und Panthenol.

Frei Radikale: Um die Haut vor einer Schädigung durch zu viele Freie Radikale zu schützen, werden auch Antioxidantien wie Vitamin E, C und A sowie Coenzym Q10, Flavonoide und Polyphenole verwendet.

Was ist noch drinnen? Zum Beispiel Soja, Ginseng oder Grüner Tee, aber auch Zink, Kupfer und Magnesium. Diese Mineralien und Pflanzenstoffe sollen vor Falten schützen.

Welche Lebensmittel sind gut gegen Falten?

Nun, hast du vielleicht auch schon zahlreiche Cremes, Gesichtsmasken oder Lotions ausprobiert und nicht das gewünschte Ergebnis erzielt? Wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit solcher Cremes bestätigen, gibt es bislang nicht. Wie wäre es mit einer anderen Variante? Zum Beispiel Clean Eating gegen Falten? Oder die Sirtfood-Diät?

Bei Clean Eating geht es um eine Ernährung, bei der du auf Lebensmittel ohne künstliche Zusätze, auf Zuckerersatzstoffe und auch Gluten verzichtest. Also im Wesentlichen keine Fertigprodukte isst.

Schon mal was von Sirtfoods gehört?

Zu den "Sirtfoods" gehören Lebensmittel, die in Verbindung mit einer verminderten Kalorienaufnahme die Aktivität von „Sirtuinen“ beeinflussen sollen. Hierbei handelt es sich um Enzyme, die Einfluss auf Entzündungsprozesse, den Stoffwechsel und auch unterschiedliche Alterungsfaktoren haben können.

Die wichtigsten Sirtfood-Lebensmittel?

 

  • Medjoul-Datteln
  • Buchweizen
  • Chilischoten
  • Grüner Sellerie
  • Kakao (pur, bzw. 85% Schokolade)
  • Erdbeeren
  • Grünkohl
  • Kapern
  • Kurkuma (Gelbwurz)
  • Liebstöckel
  • Kaffee
  • Grüner Tee
  • Olivenöl
  • Petersilie
  • Radicchio
  • Rotwein
  • Rucola
  • Soja
  • Walnüsse
  • Zwiebeln (rot)

 

Die Sirtfood-Diät gliedert sich in drei Phasen. Der Körper wird zunächst entgiftet und der Organismus auf die folgende Ernährungsumstellung und den Gewichtsverlust vorbereitet. Es beginnt eine dreitägige Phase 1: Hier solltest du täglich nicht mehr als 1000 Kilokalorien zu dir nehmen – am besten in Form von Säften wie beispielsweise Äpfel, Rucola, Sellerie oder Petersilie sowie einer zusätzlichen Hauptmahlzeit.

In Phase 2 können bereits 1500 Kilokalorien pro Tag an Sirtfoods konsumiert werden. Hier empfehlen sich beispielsweise zwei Säfte und zwei Hauptmahlzeiten. Jetzt können Sirtfoods auch mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Wenn du mit deinem Gewicht nun zufrieden bist, kannst du diese Phase beenden.
Die dritte und letzte Phase kann als nachhaltige und langfristige Ernährungsumstellung betrachtet werden. 1800 Kilokalorien täglich sind erlaubt. Achte hier darauf, nicht wieder in alte Muster zu verfallen und genügend Eiweiß zu dir zu nehmen.

Ganz wichtig: „Zucker sollte reduziert bzw. vermieden werden, vor allem einfacher Zucker, wie Haushaltszucker oder in Weißmehlprodukten. Einfachzucker begünstigen im Körper das Altern, da diese Zuckermoleküle besonders gerne mit körpereigenen Eiweißen verkleben und vom Körper nicht bzw. nur sehr schwer wieder ausgeschieden werden können. Man spricht von sogenannten AGEs (Advanced Glycation Endproducts). Diese haben gegenteilige Effekte wie Sirtuine und können somit Alterungsprozesse fördern.“

Sirtfoods sind äußerst gesunde Lebensmittel. Sie enthalten einen hohen Gehalt an Nährstoffen sowie Antioxidantien, die einen besonderen Nutzen für unser Gesundbleiben darstellen und daher besonders regelmäßig gegessen werden sollen. Gleichzeitig gibt es aber auch Sirtfoods, wie Schokolade und Rotwein, die zwar Antioxidantien enthalten, jedoch in zu großen Mengen genossen das Abnehmen verhindern können. Hier gilt das Motto: Bitte nicht übertreiben!

Wesentlich für die Aktivierung der Sirtuine ist die Kombination aus Kalorienrestriktion und Genuss von Sirtfoods. Werden lediglich diese konsumiert, zeigen sich beim Menschen kaum entsprechende Effekte.

Tipps für gesundes Altern – Healthy Aging leicht gemacht

Natürliches und gesundes Altern hat einen Namen: Healthy Aging. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Healthy Aging „einen Prozess der Entwicklung und Erhaltung der Funktionsfähigkeit eines Menschen, die das Wohlbefinden im Alter ermöglicht.“

Und genau das streben wir an. Wir wollen die Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit verzögern und selbstverständlich auch einer Zunahme von Funktionsstörungen und Erkrankungen entgegenwirken. Und das sind die charakteristischen Prozesse, die mit dem Altern einhergehen!

  • Fit und in Bewegung bleiben – Sport gilt als wahrer Jungbrunnen. Ausdauersport stärkt Herz und Kreislauf, gezieltes Krafttraining stärkt die Muskulatur, aber auch die vermehrte Bewegung im Alltag tut gut. Denn jeder Schritt zählt. Es ist nie zu spät, mit Sport anzufangen. Trainer können dabei helfen, die Bewegungsform an den individuellen Gesundheits- und Trainingszustand anzupassen
  • Aufs Gewicht achten und gesunde Ernährung – Iss maßvoll, wobei Obst und Gemüse täglich eine Hauptrolle spielen sollten. Trinken nicht vergessen: Selbst wenn im Alter das Durstempfinden nachlässt, solltest du auf eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit täglich kommen
  • Sozialkontakte pflegen – regelmäßig Freunde oder geliebte Familienmitglieder treffen tut der Seele gut
  • Ein Leben lang lernen – jede neue Herausforderung ist gut fürs Gehirn und hält die grauen Zellen auf Trab
  • Zur Vorsorge gehen – die frühzeitige Erkennung von Erkrankungen ist für eine erfolgreiche Therapie wichtig

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